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Ausbildung & Anerkennung

Ausbildung in Deutschland

Eine Ausbildung in Deutschland absolvieren, dabei vergütet werden und mit einem in Deutschland anerkannten Abschluss herauskommen.

2–3,5 Jahre Übliche Dauer
Vergütet Während der gesamten Ausbildung
IHK / HWK Bundesweit anerkannter Abschluss
meist B1 In Pflegeberufen oft B2

Worum es geht

Die Ausbildung ist das duale Berufsbildungssystem Deutschlands: ein Teil der Woche in der Berufsschule, der andere im Betrieb. Beide Teile laufen vom ersten Tag an parallel, und der Betrieb zahlt während der gesamten Zeit eine Ausbildungsvergütung.

Am Ende steht eine Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer. Der Abschluss gilt bundesweit und muss nicht anerkannt werden — er ist bereits ein deutscher Abschluss.

Für wen dieser Weg gedacht ist

  • Wer jung ist und noch keinen abgeschlossenen Beruf hat
  • Wer einen Beruf hat, dessen Anerkennung sich als schwierig erweist
  • Wer dauerhaft in Deutschland bleiben möchte
  • Wer bereit ist, für den Abschluss mehrere Jahre einzuplanen

Voraussetzungen

  • Mindestens ein Schulabschluss auf Sekundarstufe
  • Deutschkenntnisse auf dem vom Betrieb geforderten Niveau
  • Ein unterschriebener Ausbildungsvertrag mit einem deutschen Betrieb
  • Nachweis der Finanzierung für den Zeitraum der Ausbildung
  • Gesundheitliche Eignung für den gewählten Beruf

Erforderliche Unterlagen

  • Reisepass
  • Schulzeugnisse mit beglaubigter Übersetzung
  • Lebenslauf in deutscher Form
  • Motivationsschreiben
  • Deutschzertifikat
  • Ausbildungsvertrag

Ablauf Schritt für Schritt

Jeder Schritt ist der Seite zugeordnet, die ihn tatsächlich ausführt.

WirSieBehörde

  1. 01

    Profil und Berufsfeld klären

    Welcher Ausbildungsberuf zu Vorbildung, Interesse und Sprachstand passt.

    Wir
  2. 02

    Sprachniveau erreichen

    Kursplanung übernehmen wir mit unserem Bildungspartner; lernen müssen Sie selbst.

    Sie
  3. 03

    Unterlagen aufbereiten und übersetzen

    Zeugnisse, Lebenslauf, Nachweise in der Form, die Betriebe erwarten.

    Wir
  4. 04

    Betriebe ansprechen und vorstellen

    Wir sprechen die Unternehmen an, mit denen wir arbeiten.

    Wir
  5. 05

    Vorstellungsgespräch führen

    Wir bereiten vor und begleiten; das Gespräch führen Sie.

    Sie
  6. 06

    Ausbildungsvertrag abstimmen

    Prüfung der Konditionen, bevor unterschrieben wird.

    Wir
  7. 07

    Visumakte aufbauen

    Vollständige Akte für die Auslandsvertretung.

    Wir
  8. 08

    Termin und Entscheidung

    Auslandsvertretung und Ausländerbehörde entscheiden. Der Zeitpunkt liegt nicht bei uns.

    Behörde
  9. 09

    Einreise, Anmeldung, erste Wochen

    Meldebehörde, Aufenthaltstitel, Versicherung, Kontoeröffnung.

    Wir

Was dieser Weg bietet

Vergütung ab dem ersten Monat

Sie lernen und verdienen gleichzeitig, statt Studiengebühren zu zahlen.

Kein Anerkennungsverfahren

Der Abschluss entsteht in Deutschland und muss deshalb nicht anerkannt werden.

Übernahme im Betrieb

Betriebe bilden aus, um zu übernehmen — der Arbeitsplatz ist der Regelfall, nicht die Ausnahme.

Perspektive auf Dauer

Nach dem Abschluss bestehen Wege zu einem längerfristigen Aufenthalt.

Was dagegen spricht

Was Sie realistisch einplanen müssen:

  • Es dauert Jahre, nicht Monate. Wer schnell verdienen muss, ist hier falsch.
  • Die Ausbildungsvergütung liegt deutlich unter einem Facharbeitergehalt.
  • Berufsschule auf Deutsch ist anspruchsvoll. Fachbegriffe kommen zum Alltagsdeutsch hinzu.
  • In manchen Berufen wird im Schichtbetrieb gearbeitet, auch am Wochenende.
  • Ein Wechsel des Ausbildungsberufs mitten im Vertrag ist aufenthaltsrechtlich heikel.

Wer zahlt was

Arbeitgeber
Zahlt die Ausbildungsvergütung und trägt unser Honorar.
Bewerber
Läuft die Stelle über ein beauftragendes Unternehmen, zahlen Sie uns nichts. Beauftragen Sie uns direkt, stehen Honorar und Amtskosten schriftlich fest, bevor wir beginnen. Eigene Kosten in beiden Fällen: Sprachkurs, Übersetzungen und Reise.
Amtliche Gebühren
Visumgebühr nach der jeweils gültigen Gebührenordnung.

Gefragte Berufe

  • Pflege und Altenpflege
  • Elektrotechnik
  • Industriemechanik
  • Kfz-Technik
  • Anlagenmechanik SHK
  • Metallbau
  • Logistik und Lager
  • Koch und Gastronomie
  • Bäckerei und Konditorei
  • Zahnmedizinische Fachangestellte

Häufige Fehler

  • Beruf nach Verdienst statt nach Eignung wählen
  • Sprachniveau zu spät angehen
  • Vertrag unterschreiben, ohne die Konditionen geprüft zu haben
  • Unterlagen unvollständig oder fehlerhaft übersetzt einreichen
  • Ohne Vorbereitung ins Vorstellungsgespräch gehen

Häufige Fragen

01 Wie lange dauert eine Ausbildung?

In der Regel zwei bis dreieinhalb Jahre, je nach Beruf und Vorbildung. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

02 Wird während der Ausbildung bezahlt?

Ja. Der Betrieb zahlt eine Ausbildungsvergütung über die gesamte Dauer. Die Höhe hängt vom Beruf, vom Tarifvertrag und vom Ausbildungsjahr ab.

03 Welches Deutschniveau brauche ich?

Meist B1. In Pflege- und Gesundheitsberufen verlangen viele Betriebe B2. Das geforderte Niveau steht im Ausbildungsvertrag.

04 Gibt es eine Altersgrenze?

Gesetzlich nicht. In der Praxis stellen manche Betriebe bevorzugt jüngere Bewerberinnen und Bewerber ein.

05 Kann ich nach dem Abschluss bleiben?

Nach erfolgreichem Abschluss bestehen Wege zu einem Aufenthalt zur Berufsausübung. Die Entscheidung trifft die Ausländerbehörde.

06 Kann meine Familie mitkommen?

Während der Ausbildung ist der Familiennachzug an strenge Voraussetzungen geknüpft, insbesondere an den Nachweis des Lebensunterhalts.

07 Muss mein Zeugnis anerkannt werden?

Für die Ausbildung selbst nicht — sie setzt keinen anerkannten Berufsabschluss voraus. Ihr Schulzeugnis wird jedoch geprüft.